Single- und Paarberatung, Sexualtherapie, Coaching
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Die Bindungstheorie

„Der Mensch wird am Du zum Ich" – ist einer der bekanntesten Sätze des Religionsphilosophen Martin Buber. Nach den engsten Bezugspersonen der Kindheit – meist den Eltern – ist dieses „Du" für viele Erwachsene die Partnerin oder der Partner. 


„Keine menschliche Beziehung kommt der frühkindlichen Eltern-Kind-Beziehung so nahe wie die Ehe" schreibt Jürg Willi, (wobei „Ehe" hier als Synonym für eine feste Zweier-Beziehung steht). Und der US-amerikanische Therapeut David Schnarch sieht in der monogamen Zweier-Beziehung einen bedeutenden „Motor" der evolutionären menschlichen Entwicklung.

Entsprechend wird die Zufriedenheit in der Beziehung zum Partner von vielen Menschen als zentraler Faktor ihres Lebensgefühls empfunden und eingeschätzt. Bleiben hier die erhofften positiven Gefühle aus oder werden sie durch Konflikte von anderen, negativen Emotionen verdrängt und überlagert, gerät die Beziehung in eine Krise.

Konnten früher nur Familienangehörige, Freunde oder Geistliche als Berater ins Vertrauen gezogen werden, suchen Paare (oder auch einzelne Partner) heute mehr und mehr Hilfe bei Therapeuten und psychologisch geschulten Beratern. Seit dem Entstehen der systemischen Therapie, deren zentraler Gedanke die Untrennbarkeit des Einzelnen von den ihn in seinem „System" umgebenden anderen Menschen ist, gilt in der Praxis der Paarberatung ein Großteil der Aufmerksamkeit – neben der frühen Prägung seitens der Herkunftsfamilie – der gegenseitigen Beeinflussung der Partner in der Paarbeziehung.

Grundlegend für das Verständnis der zahlreichen Faktoren, die an der Entstehung einer Krise bzw. einer als durchgängig konflikthaft empfundenen Beziehung mitwirken, ist in den letzten zwei Jahrzehnten die 'Bindungstheorie' geworden, die hier im folgenden vorgestellt werden soll.

Die BINDUNGSTHEORIE (I)
 

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Dienstag, 23. Oktober 2018